2008/2011

 

2008/2011

Flüchtige Gedanken, ein Mechanismus.

Der paraphrasierende, poetische Dialog zwischen Texten und Fotografien wurde ab 2009 das wichtigste Merkmal eines noch andauernden Werkabschnitts, der vorwiegend in Form von Fotobüchern und zunehmend auch durch Videoarbeiten realisiert wird.
Das Buch „40 Schritte“ (2008) ist am stärksten literarisch. Es enthält neben 40 Fotografien 40 Kurzessays/Kurzgeschichten, die häufig den sichtbaren Bestand im jeweils gegenüber gestellten Bild aufnehmen. Die Geschichte, der Essay, konstruiert hier jedoch oftmals nur eine Beziehung, die ähnlich vage ist wie die referenzielle Potenz der Fotos, im Zusammenspiel mit dem Text Authentizität und Glaubwürdigkeit herzustellen. Dies gelingt nur an einigen Stellen. Sie lassen auf Konsens hoffen – aber ent-täuschen letztlich doch.
Das Buch „Flüchtige Gedanken, ein Mechanismus. [Propyleia]“ von 2009 beinhaltet die wesentlichsten formalen und inhaltlichen Merkmale, die für seine Arbeit in den Jahren bis 2011 bestimmend waren: Im Buch sind 30 Texte 90 Fotografien jeweils in Gegenüberstellung zugeordnet. Texttafeln, die wie sachliche Erläuterungen zu den Bildern anmuten,  lösen jedoch nur wenig oder nichts davon ein. Inhaltlich geht es um Zwischenzustände, um Unklares als Klarheit, um das Denken als verständliches Unverstehen.